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Ausstellungseröffnung: Geschichte des Weinbaus in der Niederlausitz
Sonntag, 17.6.07, 16 Uhr im Restaurant O`leander
Hauptsache es dreht.
Man hat es ja immer verstanden sich irgendwie in Fahrt zu bringen. Erst der Med und dann der Messwein. Der Messwein auch als Anlass Weinbau zu treiben.
Wie viele schöne Redensarten gibt es da: „Im Wein ist Wahrheit.“ Oder. „Ich trete die Kelter allein.“
Kaum war etwas Sonne auf einem Hang, wurde auch versucht etwas Wein zu ziehen. Von Werder bis Herzberg von Guben bis Zielona Gora. Weinberge über Weinberge. Aber der Wein war mit dem was wir heute darunter verstehen nicht zu vergleichen. Undurchsichtige Brühen müssen das gewesen sein, zum Teil. Manchmal sprach man auch von einem „ächten Krätzer“ (= Halsverätzer).
Doch war dieser Wein oftmals immer noch gesünder als das zur Verfügung stehende Wasser.
Mit der Eisenbahn kam dann der Wein aus Übersee und den klassischen Weinländern. Das ging billig und schmeckte besser. Gepanscht wurde trotzdem. Am besten gleich am Hafen. Munter umgefüllt und etikettiert. Doch das mühselige Geschäft des Weinbaus in unserer Gegend kam zum erliegen. Allein in letzter Zeit haben einige Vereine oder kleine Firmen wieder angefangen. Und er Wein ist viel viel besser als sein Ruf aus alter Zeit.
Ausstellung in der Turmvilla und im Restaurant O´leander vom 17.6. (Eröffnung 16.00 Uhr) bis 31. 7.
Eine Ausstellung von und mit René Beder und Siegfried Kohlschmidt
Geschichte des Weinbaus wird in Bad Muskau gezeigt
Lausitzer Rundschau vom 16.06.2007 (red/rw)
Ausstellung wird Sonntag eröffnet
Geschichte des Weinbaus wird in Bad Muskau gezeigt
Morgen um 16 Uhr wird im Restaurant O‘leander die Ausstellung «Geschichte des Weinbaus in der Niederlausitz» eröffnet. Dazu sind die Gäste herzlich eingeladen, teilt die Turmvilla mit.
Der Messwein war als Anlass, Weinbau zu betreiben, zeigen René Beder, Arielle und Siegfried Kohlschmidt, die die Ausstellung gemeinsam zusammengestellt haben.
Von Werder bis Herzberg von Guben bis Zielona Góra gab es Weinberge über Weinberge. «Aber der Wein war mit dem, was wir heute darunter verstehen, nicht zu vergleichen. Undurchsichtige Brühen müssen das gewesen sein» , erklären die Ausstellungsmacher.
Mit der Eisenbahn kam dann der Wein aus Übersee und den klassischen Weinländern. Das ging billig und
schmeckte besser.
Ausstellung "Geschichte des Weinanbaus in der Niederlausitz"
Lausitzer Rundschau vom 20.06.2007 (ak)
Neue Ausstellung der Künstlergemeinschaft Triglav in Bad Muskau eröffnet.
Rund um das Thema Wein dreht sich eine neue Ausstellung, die am Sonntag in der Turmvilla und im Restaurant O’leander in Bad Muskau eröffnet wurde.
Erarbeitet wurde die Schau unter dem Titel «Geschichte des Weinanbaus in der Niederlausitz» von der Künstlergemeinschaft Triglav, zu der Siegfried und Arielle Kohlschmidt und René Beder gehören. Siegfried Kohlschmidt, Historiker und Pückler-Spezialist, ist der führende Kopf der Künstlergemeinschaft und gab zur Ausstellungseröffnung einen umfassenden Überblick über die Geschichte des Weinanbaus. «Wer heute mit offenen Augen durch das Land geht, kann Spuren des ehemaligen Weinanbaus entdecken» , so die Aussteller. Straßen, Flurstücke und Personen sind nach Weinbergen benannt. Manche Hügel seien noch terrassiert. Und wenn man auf besonders wärmeliebende Pflanzen trifft, wie den Blutroten Storchenschnabel, kann man sich fast sicher sein, dass auf diesem Gelände einmal Weinanbau betrieben wurde, erfuhren die Zuschauer. Es gäbe aber auch Neues zu sehen.
«An einigen Orten hat man seit kurzem die alte Tradition des Rebbaus wieder aufgenommen. So bepflanzte ein Verein den schon früher betriebenen Weinberg ,die Scheibe’ am Kloster Neuzelle», berichten die Aussteller. Wenn anlässlich von Wallfahrten die Tore des Berges geöffnet werden, können Gäste diesen auch besichtigen.
In Luckau entstand zur Landesgartenschau 2000 ein Wein-Schaugarten. Und in Spremberg legte ein Liebhaber an einem Abhang einen Weingarten an.
Anderenorts gehöre der Weinbau schon zum Geschäft. Ein echter Qualitätswein komme aus Werder, dem nordöstlichst erfassten Weinbaugebiet der Welt, so Siegfried Kohlschmidt. Seit 1985 wird der etwa fünf Hektar große Wachtelberg wieder mit Reben bepflanzt. Der sandige Boden mache dort zu schaffen, weil er häufig bewässert werden müsse, damit der Humusgehalt nicht ganz absinkt.
Wie die Ausstellungsbesucher erfuhren, wird der Wein im Sachsen-Anhaltinischen Landesweingut Kloster Pforta gekeltert. Das Ergebnis lasse sich aber sehen und schmecken.
Ein Qualitätswein stammt auch vom Schliebener «Langen Berg» (Kreis Elbe-Elster). Wie die Ausstellungstafeln besagen, wurde hier seit dem Mittelalter Rebbau betrieben. Die Trauben des 1992 angelegten Weinbergs werden in Meißen gekeltert. Die letzte Neuigkeit in Sachen Weinbau kommt aus der Nähe von Guben, so Kohlschmidt. In dem ehemaligern Weinbauort Grano bepflanzte ein Verein den Hang mit Weinstöcken.
Zur Ausstellungseröffnung konnten die Besucher verschiedene Weine ausprobieren. Zu sehen ist die Ausstellung zur Geschichte des Weinanbaus in der Niederlausitz noch bis zum 31. Juli in Bad Muskau.
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