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Presseartikel zum Weihnachtsmarkt

Bäckermeister Marc Hilbig

LR vom 15.12.08

Festliche Trompetenklänge im Innenhof der Turmvilla

Seit Jahren zieht die "Historische Weihnacht" an der Turmvilla in Bad Muskau Besucher aus nah und fern an. Diese weihnachtliche Atmosphäre ist wohl in unserer Region einzigartig und fand nun am gestrigen Sonntag bereits zum siebten Mal statt.

Ein großes Mitarbeiterteam der Turmvilla und viele fleißige Helfer machen es jedes Jahr möglich, dass sich die Besucher auf diesem Markt wohlfühlen. Die Begrüßung übernahm der Bad Muskauer Bürgermeister Andreas Bänder (CDU). Neben dem historischen Markttreiben gibt es jedes Jahr auch einen polnischen Marktplatz, der nicht nur Handarbeiten, sondern auch Spezialitäten aus der polnischen Küche bietet. Auf dem Platz dampfte es aus mehreren Kesseln am offenen Feuer, gehört doch wohl der Glühwein zum Lieblingsgetränk der Deutschen in der Adventszeit. Bauchladenverkäufer waren auf dem Areal unterwegs. So brachten Christian Wende und Philipp Lehmann Gebasteltes aus dem Hort der Kita Bad Muskau, aber auch Kulinarisches an den Mann bzw. die Frau.

Besonders bei Einbruch der Dunkelheit strömten die Besucher zu dem idyllisch gelegenen Markt an der Turmvilla in Bad Muskau. Bäckermeister Marc Hilbig aus Krauschwitz war in seinem weißen Bäckeroutfit nicht zu übersehen, sorgte er doch für das leibliche Wohl und schob immer wieder Flammkuchen in den Lehmbackofen. Das ist etwas Herzhaftes mit Schmand.

Inka Galaktika aus Laubst bot an ihrem Stand auch ungewöhnliche Waren an – Instrumente und Filzarbeiten. "Die Holzinstrumente sind aus Vietnam und den Filz stelle ich selbst her. Heute bin ich hier zum zweiten Mal dabei", erzählte sie der RUNDSCHAU. Gleich gegenüber baute Sabine Cheshire aus Guben ihre Miniatur-Bären auf, die nicht gleich auf den ersten Blick ins Auge fallen. Sie bestehen aus Mohair, Synthetik oder aus Kashmir und sind in sich beweglich. "Ich habe aber auch Stricknadeln mit einem Durchmesser von 0,4 mm dabei, denn ich beschäftige mich ja mit dem Miniaturstricken. Nur so bekommt man die winzigen Mützen oder Handschuhe für die kleinen Bären hin", erläuterte die Gubenerin.

Ins Auge fiel am Eingang der "Historischen Weihnacht" Carola Geppert aus Cottbus mit ihrer Bad Muskauer Tracht. Am Sonntag vertrat sie gleichzeitig den Lausitzer Heimatverein, der Handarbeiten präsentierte. "Unser Verein beschäftigt sich auch mit Trachten, mit dem sorbischen Brauchtum. So sind im Museum in Sabrodt auch Trachtenpuppen und Spinnräder zu betrachten. Immer wieder sind die Frauen des Vereins zu besonderen kulturellen Höhepunkten in Trachten zu sehen", so Carola Geppert.

Familie Krause aus Rothenburg hatte sich bereits zum dritten Mal auf den Weg nach Bad Muskau gemacht. "Wir haben sogar hier im O´leander in der Turmvilla übernachtet und uns mit Bekannten getroffen. Wir waren uns den Schlosspark anschauen und nun diesen wunderbaren Markt. Die ganze Aufmachung ist einfach einmalig und auf jeden Fall ist Bad Muskau immer einen Besuch wert", lobten die Rothenburger. Sigrid Bertko aus Krauschwitz schlenderte über den Weihnachtsmarkt und hielt sich dort mehrere Stunden auf: "Der Markt ist wunderschön gemacht und sehr familienfreundlich.

Etwas kaufe ich immer, meist etwas Gebasteltes und dann verkoste ich gern den Glühwein." Thomas Rottluff bot Hölzernes an, denn er ist für seine Stechbeitelpoesie bekannt. Für festliche Trompetenklänge im Innenhof der Turmvilla zeichnete das "Neißetaler Bläserquintett" verantwortlich.

Zu einer "Historischen Weihnacht " gehört nicht nur Knecht Ruprecht, auch die Bastelwerkstatt im Kulturkeller war heiß begehrt. Die historische Spielzeugausstellung aus dem Museum Sagar zog kleine und große Besucher an. Die Abschiedsgeschichte bei Kerzenschein las in der Villa Caroline Anett Quint.

"Ich denke schon, dass mit unseren vielfältigen Angeboten für jeden Besucher etwas Passendes dabei ist, denn es gibt Hölzernes, Getöpfertes, Geschmiedetes, Geflochtenes und auch Gestricktes. Früher gab es mal ein Turmfest, doch seit sieben Jahren nun unsere ,Historische Weihnacht’", erklärte Doreen Wonneberger, Mitarbeiterin im Seminarhaus in Bad Muskau.


Weihnachtsfreude bei Lagerfeuer und Posaunenmusik

(Auszug aus dem Artikel der SZ vom 15.12.08 über alle Weihnachtsmärkte am Wochenende)

Von Gunnar Schulze, Rolf Ullmann, Bernhard Donke

Bad muskau

Erneut zum Anziehungspunkt wurde der romantische Weihnachtsmarkt in der Parkstadt. Bereits seit 2004 gibt es ihn. Jahr für Jahr haben seine Macher von der Turmvilla weiter am Konzept gefeilt. Unterstützt wurde die Turmvilla dabei auch in diesem Jahr von anderen Vereinen, freiwilligen Mitstreitern und dem Jugendklub. Und so waren die Angebote wieder vielfältig: Glühweintrinken am offenen Feuer, Glückstaler selbst pressen, Büchsen werfen oder die Küche des Nachbarlandes mit seinen Eigenheiten kennen lernen – all das machte den Weihnachtsmarkt, neben der traditionellen Handwerkskunst aus. Das Neißetaler Bläserquintett, Knecht Ruprecht, eine historische Spielzeugausstellung des Handwerks- und Gewerbemuseums Sagar rundeten den gestrigen Nachmittag ab. „Es macht immer wieder viel Spaß, diese Atmosphäre zu genießen und viele alte Bekannte zu treffen. Das ist in der Region einzigartig“ schwärmte Besucher Michael Schirrock.



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