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Historische Weihnacht 2009
So, 13.12.09, ab 14 Uhr;
Turmvilla Bad Muskau und am Weg im Badepark
Weihnachtsmärkte in Deutschland sind ein Fest der Sinne. Geröstete Esskastanien, Lebkuchen, Mandeln, Glühwein, kleine Holzbuden mit Unmengen an bunten Spielsachen und Weihnachtsschmuck jeder Art. Und wenn es erst mal dunkel wird und alles festlich beleuchtet ist, dann zeigen sich die Märkte von ihrer schönsten Seite. Es liegt ein Zauber in der Luft und man fühlt, ja, Weihnachten ist nahe.
Drum laden wir Sie herzlich zu unserer „Historischen Weihnacht“ ein und versuchen Ihnen diesen Zauber ein bisschen näher zu bringen. Es erwarten Sie Trompetenklänge, Handwerker und Händler aus unserer Region sowie aus Polen, historische Bauchladenverkäufer, Kostüme und Dekoration, Fotografieren wie in damaliger Zeit (siehe Fotos rechts), Glühwein und Kinderpunsch am offenen Feuer, Kulinarische Leckerbissen vom Grill und allerlei Speisen aus Polen und Russland.
Natürlich ist auch was für unsere kleinen Besucher dabei: ab 14.00 Uhr Bastelwerkstatt, Glückstaler pressen, Büchsenwurf, Glücksrad, Weihnachtsgeschichte und eine neue Attraktion... Seid also gespannt darauf!
Und wer kommt wohl mit „Pfeffernüss, Äpfelchen, Mandeln, Korinth…“ zu dem artigen Kind?
Wir wünschen Euch zur Weihnachtszeit
viel Kerzenlicht und Heiterkeit.
Und dass der Schein der Zeit
erwache aus der Dunkelheit.
Info unter Tel.: 035771/50029
LR vom 14.12.09
In Bad Muskau werden Elche gesägt
Bad Muskau Wer zuerst kommt, parkt zuerst. Und recht nah. Die Nachzügler? Müssen ihren Pkw-Abstellplatz etwas suchen. Schöner Grund: Der Historische Weihnachtsmarkt am Sonntag rund um Turmvilla Bad Muskau und den angrenzenden Badepark erfreut sich erneut einer tollen Besucherresonanz.
Ritsch, ratsch. Die Mini-Säge frisst sich durchs Holz. Jenny Nothelfer schaut genau zu. „Das wird ein Elch für meinen Serviettenhalter“, erzählt die Sechsjährige. Turmvilla-Mitarbeiter Markus Güttler schmunzelt: „Wenn wir mit dem Ausschneiden fertig sind, kannst du das Holz bearbeiten.“
Gesagt, getan. Ein kleines Stück Schleifpapier. Und los geht's. „Gesägt habe ich noch nicht, aber das geht ja ganz leicht“, meint die kleine Krauschwitzerin begeistert. Jetzt folgt Elch Nummero zwei. Wieder hilft Jenny. „Das schenke ich dann meiner Schwester“, verrät sie. Mutti Anett lacht: „Dann muss ich mir eben selbst einen Serviettenhalter basteln.“ Naja, vielleicht später. Schließlich gibt's beim Historischen Weihnachtsmarkt wieder so viel zu entdecken. „Gerade das Altertümliche und diese Gemütlichkeit sind sehr schön“, lobt die Krauschwitzerin.
Gleich nebenan wird auch gebastelt. Weihnachtskugeln aus Styropor und Filz, selbst verzierte Kerzen. „Es gibt hier so viele schöne Sachen. Auf dem Weihnachtsmarkt ist immer die ganze Familie zusammen. Gleich kommen auch meine beiden Schwestern, die bei den Großeltern übernachtet haben“, freut sich die elfjährige Charlotte Strelow. Aber erst einmal wird weitergebastelt. Zusammen mit Anne Worreschke vom Jugendclub Bad Muskau, die wie andere Clubmitglieder beim Markt mithilft. „Gerade dieses ehrenamtliche Engagement ist für uns sehr wichtig, um solch eine Veranstaltung durchführen zu können. Auch von der Stadt bekamen wir Unterstützung beim Aufbau der Buden“, bemerkt Daniela Schlammer, verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit beim Turmvilla-Verein. Denn auch in diesem Jahr wird einiges geboten. Und sogar einiges mehr. Noch einmal Daniela Schlammer: „Erstmals haben wir das Angebot in den Badepark erweitert. Bei den Händlern legen wir darauf Wert, dass möglichst ein großer Teil aus der Region kommt. Zudem ist es uns wichtig, den Markt besonders kindgerecht zu gestalten. Dazu gehört unter anderem unsere große Bastelwerkstatt.“
Da waren wir ja gerade. Jetzt schauen wir uns im Badepark um. Vorher treffen wir jedoch Anja Pfitzinger von der Kita und Jacqueline Zinßler vom Hort. In ihren Bauchläden haben sie Plätzchen, Gebäck und Teelichter. „Das haben die Kita- und Hortkinder alles selbst gemacht“, erklärt Anja Pfitzinger.
Noch gut eine Stunde geht die „Weihnachtsmarkt-Verkaufs-Schicht“ des Duos. „Danach gibt's zum Aufwärmen einen Glühwein“, lacht Jacqueline Zinßler. Stimmt, ist ja ziemlich kalt. Kann das Pauline Schöne bestätigen, die im Engelskostüm auf der Kutsche sitzt? „Nicht wirklich. Ich habe ganz viele Pullover unter dem Kleid“, schmunzelt sie.
Begeistert ist auch wieder Maria Wawrzyniak, die auf dem polnischen Marktplatz Rote-Beete-Suppe mit Kroketten, Bigos und süßes Krüstchen-Gebäck kredenzt. „Dass kein Schnee liegt, stört mich überhaupt nicht. Auf dem Historischen Weihnachtsmarkt kommt man auch so in richtig schöne Weihnachtsstimmung“, lässt sie uns über Dolmetscher Christoph Schneider mitteilen. Und Recht hat sie! Das sehen die vielen, vielen Besucher am Sonntag genau so. Nachdem sie einen Parkplatz gefunden haben.
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