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Das 8. Neisse Filmfestival im Polnischen Frühling
Mittwoch bis Sonnabend, 4.-7.5.2011, jeweils 20 Uhr, Kulturkeller
Nach der Premiere im letzten Jahr freuen wir uns das Neisse Filmfestival mit spannenden, u.a. osteuropäischen Filmproduktionen wieder beim Polnischen Frühling zu begrüßen.
Eintritt: 4,50 €, ermäßigt: 3 €
04.05.:
Womb
Deutschland, Ungarn, Frankreich 2010, 107 min
Regie: Benedek Fliegauf
mit: Eva Green, Matt Smith, Lesley Manville, Peter Wight, Tristan Christopher, Ruby O. Fee, István Lénárt, Hannah Murray
Die 12-Jährige Rebecca (Ruby O. Fee) besucht während der Sommerferien ihren Großvater, der in einer abgelegenen Küstengegend wohnt. Dort freundet sie sich schnell mit dem gleichaltrigen Thomas (Tristan Christopher) an. Aus der Freundschaft entwickelt sich eine unschuldige, kindliche Romanze, die jedoch nur von kurzer Dauer ist, denn Rebecca wird mit ihrer Mutter ins ferne Tokio ziehen.
Zwölf Jahre später kehrt Rebecca (Eva Green), inzwischen eine junge Frau, in das Haus ihres verstorbenen Großvaters zurück. Beim Wiedersehen mit ihrem Jugendfreund Tommy (Matt Smith) ist die gegenseitige Anziehungskraft ungebrochen und es entwickelt sich eine leidenschaftliche Beziehung zwischen den beiden. Es ist das perfekte Glück, bis Tommy bei einem Autounfall getötet wird.
Rebecca kommt über den Verlust ihrer großen Liebe nicht hinweg und fasst einen folgenschweren Entschluss. Trotz anfänglicher Bedenken geben ihr Tommys Eltern schließlich die notwendige DNA-Probe, damit sie einen neuen Tommy austragen kann.
Als der neue Tommy zehn Jahre alt wird, zieht Rebecca mit ihm in ein abgelegenes Stelzenhaus am Strand. Von der Außenwelt weitestgehend isoliert, widmet Rebecca ihr ganzes Dasein der absoluten Zweisamkeit mit Klon Tommy. Doch je älter Tommy wird, desto schwerer wird es, den Folgen ihrer Entscheidung zu entfliehen. Wie lange kann sie die Wahrheit um den neuen Tommy geheim halten? Die befreienden Antworten treten zu Tage, als Rebecca sich auf die bittersüße Erfüllung ihres Lebenstraums vorbereitet… (quelle: Camino)
05.05.:
Little Poland
D 2010, 57 min
Regie: Sabine Zimmer, Sandra Budesheim
Die polnische Gemeinde ist nach der türkischen die zweitgrößte Gemeinde in Berlin. Trotzdem ist polnisches Leben im Berliner Alltag fast unsichtbar. Woran liegt das? Haben sich die polnischen Einwanderer erfolgreich integriert? Und was heißt erfolgreiche Integration eigentlich - sichtbare oder unsichtbare Integration in unsere Gesellschaft? “Little Poland” geht diesen Fragen nach und zeichnet ein filmisches Porträt polnischer Einwanderer mit ihren Erwartungen, Wünschen und Hoffnungen an ein Leben in Deutschland.
06.05.:
Der Dieb des Lichts
Deutschland, Frankreich, Niederlande, Kirgisien 2010, 80 min
Regie: Aktan Arym Kubat
mit: Aktan Arym Kubat, Taalaikan Abazova, Askat Sulaimanov, Asan Amanov, Stanbek Toichubaev
Ein kleines Dorf in den Weiten Kirgisiens liebt einen Mann – nicht irgendeinen Mann, sondern den örtlichen Elektriker Svet-Ake, den man überall nur den »Herrn Licht« nennt. Der vierfache Vater hat ein offenes Ohr – für den Herzschmerz der Dorfbewohner, ihren Ehefrust und ihre Lebenslust, doch vor allem für ihre Stromrechnung. Und das ist gut so, denn die Stromkosten in dem kleinen Dorf klettern in astronomische Höhen. Kaum kann sich noch jemand das Licht im Dunkel leisten, geschweige denn sich sonst irgendwie über Wasser halten. Und so lässt Svet-Ake die Stromzähler der Nachbarn auch schon mal rückwärts laufen – bis er mit dem Gesetz in Konflikt gerät und schließlich seinen Elektriker-Posten verliert.
Doch Herr Licht hält fest an einer kühnen Vision, die das Dorf aus der Misere führen und für zukünftige Generationen lebenswert machen soll: einen riesigen Windpark will er bauen. Doch die Unabhängigkeit hat ihren Preis. Um den Windpark realisieren zu können, muss sich Svet-Ake mit dem neuen Bürgermeister arrangieren, der mit einem windigen Investor unter einer Decke steckt und dem es mehr um das eigene, als um das Wohl der Dorfbewohner geht.
Nach dem mehrfach preisgekrönten »Beshkempir« bringt Regisseur Aktan Arym Kubat erneut Licht und Luft der kirgisischen Landschaften zum Tanzen. Aus einem fernen Land im politischen Umbruch kommt eine so lebensmutige wie bewegende Geschichte, die in ihrer betörenden Bilderkraft und ihrem feinsinnigen Humor einzigartig ist. (quelle: Neue Visionen)
07.05.:
Belgrad Radio Taxi
Deutschland, Serbien 2010, 101 min
Regie: Srdan Koljevic
mit: Nebojsa Glogovac, Anica Dobra, Branka Katic, Vuk Kostic, Nada Sargin, Jasna Zalica, Nikola Rakocevic, Dubravka Kovjanic
Mal wieder Stau auf der Belgrad-Brücke, im Autoradio erklingt fröhlicher Balkan-Schlager – eine junge Frau verlässt fluchtartig ein Taxi, geht zur Brüstung und stürzt sich ohne zu Zögern in die Tiefe. Ihr kleines Baby lässt sie auf dem Rücksitz des Fahrzeugs zurück. Der Taxifahrer Gavrilo, ein abgebrühter Bosnienflüchtling, der seit Jahren keinerlei emotionaler Bindung zu irgendeinem Menschen hatte, fühlt sich unerwartet für das Baby verantwortlich. Der Apothekerin Biljana wird durch die plötzliche Tat der jungen Frau schlagartig bewusst, dass sie ihren Freund gar nicht heiraten will. Kurzerhand steigt sie bei strömendem Regen aus dem Auto und läuft davon. Die Lehrerin Anica wird ebenfalls Augenzeugin der Tat und durchlebt augenblicklich noch einmal den schrecklichsten Tag ihres eigenen Lebens, wird aber auf der Stelle wieder aus ihrer Melancholie gerissen, als die völlig durchnässte Biljana einfach zu ihr ins Auto steigt. Mitten im Stau werden diese drei Menschen durch das Erlebnis auf schicksalhafte Weise miteinander verbunden…
Ein Film über das heutige Belgrad, seine Menschen und die letzten Tage einer fröhlichen Belgrader Radiostation. Ein Film über die Wiederentdeckung der Liebe und die Lust am Leben, immer begleitet von den schrecklich-schönsten Schlagern, die der Balkan zu bieten hat.
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