Heute ist der: 6. September 2010
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Parks und Geologie
Der Muskauer Park
Nördlich von Görlitz durchfließt die Neiße einen der wohl schönsten Landschaftsparks auf dem Kontinent. Sein Schöpfer, Fürst Pückler-Muskau, ließ sich von dem idyllisch zwischen bewaldeten Hängen gelegenen Tal inspirieren und schuf hier ab 1815 eine Anlage beachtlichen Ausmaßes.
Nach wechselvollen, für den Muskauer Park nicht immer erfreulichen Zeiten, erfolgen seit einigen Jahren umfangreiche Wiederherstellungsarbeiten in weiten Bereichen des Denkmals. Die Dynamik dieser Arbeiten ist umso erstaunlicher, da ein Teil des Parks zu Deutschland, ein anderer zu Polen gehört - Denkmalpflege, die Grenzen sprengt!
(Text: www.muskauer-park.de )
Besucherinformation mit Neuen Schloss
täglich 10.00 bis 18.00 Uhr (Mai - Oktober)
täglich 10.00 bis 17.00 Uhr (November - April)
Telefon: 035771-515-25 e-Mail: info.stiftung(at)muskau.de
Auskünfte, Parkführungen, Ticketverkauf; Parkpläne, Literatur, kunsthandwerkliche Produkte, Nützliches für den Park- und Gartenliebhaber ...
Der Kromlauer Park
Mitte des 19. Jahrhunderts entstand durch Anregung und im Auftrag des neuen Gutsbesitzers in Kromlau, Friedrich Herrmann Rötschke, die größte und schönste Rhododendren – Freilandanlage als Landschaftspark in Deutschland.
Als Zeitgenosse Fürst Pücklers übernahm er dessen Ideen, weg vom Barockgarten mit seiner Geometrie, hin zum englischen Landschaftspark. Der natürliche Stil dieser englischen Gärten spiegelte den Zeitgeist des damaligen Bürgertums wider. Das im Muskauer Faltenbogen, mit seinem abwechslungsreichen Relief und den natürlichen, moorigen Bodensenkungen gelegene Areal bot beste Voraussetzungen für eine solche Anlage.
200 Hektar seines Besitztums wurden mit einheimischen und fremdländischen Gehölzen bepflanzt. Die augenfälligsten sind Trauerbuchen, dreißig Meter hohe Tulpenbäume, Magnolien, Trompetenbäume bis hin zu Scheinzypressen, Platanen und Pfaffenhütchen. In den Moorsenken wuchsen tausende Rhododendren und Freilandazaleen heran die, in die Gesamtanlage harmonisch eingefügt, mit ihrer vielfältigen Farbenpracht und Größe den Park zu seiner Einmaligkeit verhalfen.
Tourismusbüro Kromlau
Halbendorfer Strasse 6
02953 Gablenz/OT Kromlau
Tel.: (03576) 222828
Fax: (03576) 212744
Mail: kromlau-tourist(at)t-online.de
(Text: www.kromlau-online.de)
Der Muskauer Faltenbogen
...ist eine fast ideal zungenförmige Stauchendmoräne von etwa 20 km Breite. Geographisch bildet er einen unselbständigen, älteren Teil des in der Saale - Kaltzeit gebildeten Lausitzer Grenzwalls
Seine Entstehung verdankt der Faltenbogen einem Zungengletscher. Zu Beginn des zweiten Eisvorstoßes bewegte sich ein etwa 20 km breiter einzelner Gletscher schneller aus der von Norden heranrückenden Inlandeisfront nach Süden. Der Gletscher übte vor allem durch sein Eigengewicht einen gewaltigen Druck auf seinen Untergrund aus. Infolgedessen wurden die Sand-, Ton- und Kohleschichten unter und vor dem Gletscher in Form von Falten und Schuppen deformiert. der Stauchungsprozess wiederholte sich mindestens drei Mal. Später wurde der Faltenbogen durch nachrückendes Eis überfahren und stark eingeebnet.
Besonders die aufgestauchten Braunkohleflöze prägen heute durch die über ihnen entstandenen Gieser das Landschaftsbild.
Der Faltenbogen ist schutzwürdig als Geotop und als ökologisch vielfältiger Lebensraum.
(Text: www.museum-sagar.de )
Der Findlingspark Nochten
Im Rahmen der Rekultivierung von Braunkohletagebauen entstand unter dem Dach eines Fördervereines von 2000 bis 2003 der wohl größte "Steingarten" Europas.
Auf 15 Hektar Fläche wurde der Findlingspark mit Heide- und Moränencharakter angelegt. An die 3000 Findlinge aus ganz Europa wurden hier zusammengetragen. Noch sind die bodendeckenden Pflanzungen nicht geschlossen ... in 2-3 Jahren wird es hier um vieles romantischer werden.
(Text: www.derkleinegarten.de)
Biosphärenreservates "Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft"
Das Biosphärenreservat "Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft" feierte im Jahr 2004 sein zehnjähriges Jubiläum.
Bereits 1990 wurde der zentrale Teil des gleichnamigen Naturraumes aufgrund seiner einzigartigen Naturausstattung als Landschaftsschutzgebiet von zentraler Bedeutung unter Schutz gestellt. 1994 erfolgte die einstweilige Sicherstellung als Biosphärenreservat. Damit wurde dieser einmaligen, jahrhundertealten Kulturlandschaft ein würdiger Rahmen gegeben und die Erhaltung, Pflege und künftige Entwicklung unter fachlicher Aufsicht und Begleitung gesichert. 1996 wurde die Anerkennung als 13. UNESCO- Biosphärenreservat in Deutschland nach dem Programm "Der Mensch und die Biosphäre" ausgesprochen. Wichtigster Grundsatz ist es, die Erhaltung der Naturvielfalt mit dem wirtschaftlichen Erwerb in Einklang zu bringen.
Die ungewöhnliche Vielfalt der unterschiedlichsten Landschaftselemente ermöglicht es einer Vielzahl von Pflanzen- und Tiergesellschaften, in einem relativ begrenzten Gebiet zu leben.
Pflanzen:
- in den Mooren sind Rundblättriger und Mittlerer Sonnentau, die Moosbeere, Glockenheide und Wollgräser beheimatet. In den Bruchwäldern findet man die Wasserfeder und Sumpfcalla und das vermutlich letzte deutsche Vorkommen des Moorveilchens.
- Die Teiche zeichnen sich durch oft umfangreiche Verlandungszonen aus Schilf, Rohrkolben, Pfeilkraut u.a. aus. Mehrere Wasserschlaucharten, Teich- und Wasserrosen sind in den Schwimmblattzonen der Gewässer zu finden.
- Sieben Orchideenarten sind erfaßt worden. Auf extensiven Feuchtwiesen gedeihen z.B. Wassernabel, Fieberklee und Sumpfdotterblumen.
- In den Heiden auf kargen Sanden bilden Silbergras und Besenheide große Bestände.
Noch umfangreicher ist die Zahl der gefährdeten Tierarten im Biosphärenreservat.
Tiere:
- Zu den vorkommenden Brutvogelarten zählen u.a. Kranich, Wiedehopf, Große Rohrdommel, Seeadler, Heidelerche, Raubwürger und Rohrweihe. Hinzu kommen die Weißstörche, die diese Teichlandschaft prägen.
- Zur Vogelflugzeit wird diese Region als Rastgebiet von einer Fülle von Durchzüglern frequentiert. Seeschwalben, Möwen, Säger, Enten, Gänse und Watvögel gehören zu ihnen. Das Biosphärenreservat ist deshalb als Important-Bird-Area-Gebiet (IBA) anerkannt worden.
- Von den Arten der hier nachgewiesenen Säugetiere gelten viele als gefährdet. Außerordentlich zahlreich sind die Fledermäuse vertreten.
- Als eigentliches Charaktertier der Teichlausitz gilt der Fischotter. Eines der vermehrungsstärksten Vorkommen Deutschlands besiedelt hier nahezu alle geeigneten Gewässer.
(Auszug von der Homepage http://www.biosphaerenreservat-oberlausitz.de/ )
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